| Buchtipp: Samos 1821-1920 |
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„Petros, halte die Olivenpresse, bis wir das Messer ergreifen!“ Kristina Holzhausen: Samos 1821-1920 Vor und nach der Eingliederung in den griechischen Staat Zugegeben: Ich habe das Buch an einem Stück gelesen. Das passiert selten bei einem historischen Genre mit vielen Namen und Quellenangaben. Kristina Holzhausens Geschichte von Samos zwischen 1821 und 1920 hat mich von Anbeginn gefesselt. Sie beschreibt detailliert die Zeit der Veränderung an der Peripherie eines sich gerade entwickelnden Europas. Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung und Verwirrung. Das osmanische Herrschaftssystem, das sich über Jahrhunderte rund um die Ägäis etabliert hatte, beginnt zu bröckeln. Während sich das griechische Mutterland allmählich aus den Zwängen der "Hohen Pforte" befreien kann, bleibt die Insel Samos noch fast ein Jahrhundert unter türkischer Vorherrschaft. Erst 1912 können sich die Samioten von dem osmanischen Joch befreien und sich endlich dem griechischen Staat anschließen. Diese leidenschaftlichen und leidensvollen 80 Jahre sind der Stoff aus dem Kristina Holzhausen ihre Geschichte und Geschichten entwickelt. Vor allem zeigt sie in ihrer Studie lokale historische Bezüge und Perspektiven auf, die bis heute mitschwingen - z B. die zumindest unterschwellige Konkurrenz zwischen Vathi und Karlovathi oder die beharrlichen Vorurteile gegenüber der Einwohner der benachbarten Chios. Für Freunde und Liebhaber der Insel ist dieses Buch allemal eine erbauliche Lektüre mit oftmals überraschenden Ein- und Aussichten. W. Schoendorf Kristina Holzhausen: Samos 1821-1920 Vor und nach der Eingliederung in den griechischen Staat ISBN: 3639038932 Verlag: VDM Verlag 49,00€ |










